Qualifikation für Präventions-Angebote
Als Anbieter von Maßnahmen der Primärprävention werden Pädagogen benachteiligt: Deren Abschlüsse als Master of Education und als Bachelor of Arts (B.A./Bachelor of Science (B.Sc.) in Erziehungswissenschaft sind den entsprechenden Abschlüssen der Psychologen, Sozialpädagogen, Sozial- und Gesundheitswissenschaftlern nicht gleichgestellt.
Im Rahmen der Primärprävention gemäß § 20 Abs. 1 SGB V erfüllen z.Zt. Diplom-Pädagogen und Lehrer die Anforderungen an Anbieter-Qualifikationen für folgende Handlungsfelder:
- Stressbewältigung/Entspannung: Förderung individueller Kompetenzen der Belastungsverarbeitung zur Vermeidung stressbedingter Gesundheitsrisiken/Maßnahmen zur multimodalen Stressbewältigung
- Suchtmittelkonsum: Förderung des Nichtrauchens, Gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol / Reduzierung des Alkoholkonsums, Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung, Rauchfrei im Betrieb, "Punktnüchternheit” (Null Promille am Arbeitsplatz) bei der Arbeit
Die Voraussetzungen für Trainer sind im "Leitfaden Prävention" der Spitzenverbände der Krankenkassen z.Zt. wie folgt geregelt:
"Zur Durchführung entsprechender Maßnahmen kommen Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten Ausbildung im Bereich psychosoziale Gesundheit in Betracht, insbesondere
- Psychologen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
- Pädagogen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Lehrer mit 1. u. 2. Staatsexamen)
- Sozialpädagogen/Sozialarbeiter (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
- Sozialwissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
- Gesundheitswissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
- Ärzte/Betriebsärzte"
Forderung: Die Abschlüsse "Master" und "Bachelor" müssen für Pädagogen ebenso als Voraussetzungen gelten wie für die Psychologen, die Sozialpädagogen, die Sozialwissenschaftler und die Gesundheitswissenschaftler. Der "Leitfaden Prävention" der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 und 2 SGB V ist entsprechend zu ändern.
Quelle ('Pädagogen' kursiv gesetzt):
Leitfaden Prävention in der Fassung vom 10. Februar 2006, 2. korr. Auflage 15. Juni 2006. Federführend für die Veröffentlichung: IKK-Bundesverband, Bergisch Gladbach: http://www.ikk.de/ikk/generator/ikk/fuer-medizinberufe/praevention/3236.pdf
Links:
www.zfl.uni-bielefeld.de/bielefelder-modell/master/master-edu/uebergang-m-ed.pdf,
www.zfl.uni-bielefeld.de/bielefelder-modell/bachelor/pruefungsordnung.pdf
www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Serviceangebot/Dokumente/Bachelor_Broschuere.pdf
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